Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 2.Radrennen "Rund um die Schafshöhe" am 05.August 2006

 

STANDPUNKT

Von ALEXANDER BLEY

Zum zweiten Mal spurteten Radfahrer erst um die Schafshöhe und schon beginnt sich ein Rennen, oder Kriterium, wie man es im Radsport nennt, zu etablieren. Denn trotz des schon angesagten schlechten Wetters reihten sich die Kleinbusse der startenden Teams an der Strecke. Ungefähr 60 Teilnehmer mehr als im Vorjahr tritten in die Pedale.Dabei spielte es keine Rolle, ob Nachwuchsfahrer diese Rennen zur Vorbereitung auf nationale Meisterschaften nutzen. Auch nicht, dass durch die genaue Zeitmessung eines jeden Einzelnen der Wettbewerb auf nationaler Ebene ausgeschrieben werden konnte. Was zählt, ist, dass in der Szene bekannte Namen den Weg an den See fanden und nicht nur aus Spaß, sondern um Punkte

 Leipziger Volkszeitung vom 07.August 2006 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung

Wind und Regen fordern von Pedalrittern alles

Von ALEXANDER BLEY

Laufräder im Gras, Rennräder an Zäune gelehnt und unzählige Fahrer in bunten Trikots hellten das grau verregnete Bild an der Wolteritzer Seite des Schladitzer Sees vergangenen Sonnabend auf. Dabei zeigten die 360 Starter, dass es nicht nur allein um den Spaß geht. Denn bei der zweiten Auflage des Rennens um die Schafshöhe konnten zum ersten Mal Wertungspunkte für Lizenzfahrer geholt werden. Möglich machte das eine bundesweite Ausschreibung des Radrennens, weil jeder Fahrer mit einem Transponder ausgestattet wurde, so das von jedem Radler die korrekte Zeit gestoppt werden konnte.


Photo von Günther Hunger

Verwunderlich war es dann auch nicht, das auch große Teams wie Milram, Bianchi und Lamonta ihre Fahrer an den Start schickten. Für Frank Schulz, vom RSV Werner Otto gehört dieses Rennen zur Vorbereitung auf die kommende deutsche Bahnmeisterschaft in Cottbus.

Allen Pedalrittern machte der Wind und der Regen auf dem drei Kilometer langen Rundkurs zu schaffen, der je nach Altersklassen drei bis dreißig Mal umrundet wurde. „Anspruchsvoll“ kategorisiert Katharina Blum, die für das österreichische Team ELK-Haus in die Pedale tritt, den Rundkurs. Lohn war für die 21-jährige Berlinerin der dritte Platz bei den Frauen.

„Die Frauen fahren fast so schnell wie die Männer“, lobte Hans-Dieter Pfordte die Leistungen der weiblichen Konkurrenz. Der 69-Jährige feiert in diesem Jahr sein Jubiläum im Sattel. 50 Jahre tritt er in die klickenden Pedale. Aber im Alter setzt man andere Prioritäten. „Sicherheit steht da eher im Vordergrund, gerade bei einem solchen starken Regen und schlechter Sicht. Da geht man nicht mehr so in die Kurven, vor allem nicht in so scharfe“, berichtete der Döbernitzer vom RV Germania Delitzsch. Letztendlich reichte es in der Seniorenkategorie für den 15.Platz. Was Pfordte mit einem Lächeln wegsteckte.

Kopfzerbrechen bereitet dem Veranstalter Germania Delitzsch lediglich, dass die schmale, abgesperrte Strecke von einem Hundebesitzer benutzt wurde, der den Rennfahrern mit seinem Vierbeiner entgegen radelte.

Mit der Beteiligung zeigten sich Carsten Krause vom Veranstalter zufrieden. „Zwar traten einige gemeldete Starter nicht an oder sagten ab, aber für das Hauptrennen mussten wir die Liste bei 140 Starter sogar schließen und damit zwanzig Leuten absagen.“

Stimmen zum Rennen

Hans Dieter Pfordte, Seniorenrennradfahrer: „Es ist eine sehr anspruchsvolle Runde, die Hälfte hoch, die andere Hälfte runter“.

Thomas Scheibe, BDR-Kommissär und Sprecher: „Es freut mich, hier moderieren zu dürfen. Es ist eine aufstrebende Veranstaltung, die schnell Zuspruch gefunden hat.“

Uwe Raab, Hobbyerster: „Es war gut, aber ganz schön windig.

Katharina Blum, Frauendritte: „Ich war zum ersten Mal hier. Schade dass es geregnet hat. Mit dem Berg ist die Strecke anspruchsvoll, die Kurven sind gut zu fahren. Ich bin immer auf der Suche nach Rennen in der Nähe.“

Charlotte Becker, deutsche Straßenmeisterin und Siegerin: “Trocken wär es eine coole Runde."