Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.04.2013 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Wieder am Podest vorbei

Radfahrer des Teams Ur-Krostitzer-Univega erleben nächste Enttäuschung /
Mohs nur Vierter in Leipzig

Delitzsch/Leipzig (nt/jd). Wieder nur Holz: Erik Mohs (26) hat beim Rad-Kriterium an der Red-Bull-Arena den Sprung aufs Podest verpasst. Der fürs Delitzscher Amateur-Team Ur-Krostitzer-Univega startende Leipziger wurde Vierter. Den Sieg sicherte sich Hans Pirius (21, KED-Stevens Team). Der Berliner Amateur verwies die Drittliga-Profis Sven Forberger (NSP-Ghost) und Nils Plötner (Team Stölting) auf die Plätze. Unterdessen holte Univega-Sprinter Eric Baumann bei einer dreitägigen Rundfahrt durch Polen zwei fünfte Plätze. Angesichts der professionellen Konkurrenz - unter anderem die hoch überlegene Mannschaft CCC Polsat - zwei herausragende Ergebnisse für den Ex-Profi und jetzige Azubi zum Versicherungs-Kaufmann. "Ich denke, dass kann sich absolut sehen lassen. Bei Erik Mohs ist es natürlich etwas schade. Wir hätten ihm gern geholfen, den Vorjahressieg zu wiederholen", erklärte UKU-Teammanager Renzo Wernicke.
Der Leipziger Veranstaltungschef Michael Schiffner vom SC DHfK war sich sogar sicher, dass Mohs dieses Rennen gewonnen hätte, wäre seine Mannschaft in Bestbesetzung angetreten. "Da hätte Mohs doch ganz andere Unterstützung gehabt." Immerhin hatte der Bahn-WM-Starter die ersten drei Wertungen des 62 Kilometer langen Wettbewerbs für sich entschieden. "Die drei Erstplatzierten wären nie weggekommen. Das Team von Mohs hätte das verhindert. Die hätten das Feld zusammengehalten", sagte der 63-Jährige, der einst das erfolgreiche Leipziger Profi-Team Wiesenhof als sportlicher Leiter zu respektablen Erfolgen geführt hatte. So hatte das Führungstrio leichtes Spiel und konnte die meisten Sprints unter sich ausmachen.
Schiffner freute sich über die insgesamt 605 Starter. Das bedeutet neuen Teilnehmer-Rekord bei der zehnten Auflage dieses Rennens. Die meisten Zuschauer fanden sich bei den Nachwuchsrennen am Vormittag ein. "Da hatte ja schon jeder der kleinen Starter mindestens einen Betreuer dabei. Dazu kamen noch die Angehörigen und Freunde, die die jungen Renner anfeuerten", erklärt Schiffner.
Der frühere DDR-Nationalfahrer lobt das Niveau der Spitzenmänner des Elite-Rennens. "Die Jungs sind so gerast, dass im Verlauf des Wettbewerbes 40 Starter aus dem Rennen genommen werden mussten, weil sie überrundet wurden."

Eric Mohs (links) und Teamkollege Paul Stubert (Dritter von links) versuchen das Feld in Leipzig erfolglos an die Ausreißer heranzuführen. Am Ende landet Vorjahressieger Mohs auf Platz vier, Stubert wird Elfter.Foto: Christian Nitsche