Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2013 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Form am Ende des Tunnels?

Stefan Gaebel fährt ersten Saisonsieg für Team Ur-Krostitzer Univega ein

Delitzsch (jd). Endlich, endlich, endlich ist er da, der erste Saisonsieg für die Radfahrer des Teams Ur-Krostitzer Univega. Stefan Gaebel jagte beim 18. Rochlitzer Stadtkriterium als erster durchs Ziel - und erleichterte die gequälten Seelen von sich und seinen Kollegen um einige Dezi-Tonnen. Auch beim Leipziger Vier-Tage-Rennen unter der Woche wusste ein Univega-Duo zu überzeugen. Doch ausschließlich positive Nachrichten begleiten die Mannschaft auf ihrem Ritt nach Dänemark an diesem Wochenende nicht.
Die Stirnfalten von Teammanager Renzo Wernicke bekamen nach einer gefühlten Ewigkeit die erste Glättung des Jahres verpasst, ganz ohne plastische Chirurgie. Immerhin durchtrennte Gaebel in Rochlitz den roten Faden der Erfolglosigkeit per Skalpell. "Stefan hat seine gute Leistungen bestätigt. Das war durchaus erfreulich", sagte Wernicke ungewohnt zurückhaltend. Auch der gute Auftritt von Henner Rödel und Thomas Becker in Leipzig (Tagessieg am Donnerstag) dürfte die Hoffnungen mehren, dass der gordische Knoten nun endlich geplatzt ist.
Allein der Auftritt beim zweitägigen Scan Haus Cup in Marlow ließ die Mannschaft zweifelnd zurück. Kein Podestplatz trotz einer zehnköpfigen Truppe aus Delitzsch. Mehr als ein vierter Rang von Johannes Heider sprang nicht heraus. "Wir hatten uns dort, ehrlich gesagt, etwas mehr erhofft", gibt Wernicke zu. Andererseits sei die Konkurrenz in diesem Jahr ungleich stärker geworden. "Wir haben es praktisch überall mit Profiteams und Nationalfahrern zu tun. Klar, dass wir uns als reine Amateure dann schwer tun."
Gleichwohl will der UKU-Boss die bisherige Saison nicht schönreden. Bis auf Kapitän Eric Baumann und eben Stefan Gaebel würden fast alle anderen noch nach ihrer Form suchen. Ob sie sie ausgerechnet an diesem Wochenende in Dänemark finden, darf gerne bezweifelt werden. Dort sind die Nordsachsen das einzige Amateurteam weit und breit. Und so wäre ein Platz unter den Top Ten bei einem der drei Rennen schon ein Erfolg. Auch beim traditionsreichen Rennen in Wittenberg am 1. Mai ist die Mannschaft schon froh, überhaupt am Start zu stehen. Dort gelten große Namen wie Jens Voigt und Bert Grabsch als klare Favoriten.
"Wir hoffen, dass wir im Wonnemonat die Kurve kriegen. Bisher fehlt uns schlicht und ergreifend die ein oder andere Podestplatzierung", sagt Wernicke. Vielleicht muss der 40-Jährige am Ende selbst noch einmal wie wild an den Ketten zerren, um seine Kollegen aus dem verlängerten Winterschlaf zu erwecken
.

Endlich auf Eins: Stefan Gaebel fährt in Rochlitz den ersten Saisonsieg ein.

Foto: privat