Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.07.2013 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Kapitänsansprache zeigt Wirkung

zweite und dritte Etappe der Rumänienrundfahrt /
Eric Baumann Dritter / Stefan Gaebel bester Sprinter

Delitzsch. Die Rumänienrundfahrt geht in die entscheidenden Etappen, drei von sechs nahm das Univega Ur-Krostitzer Team bereits unter die Räder. Die erhoffte dominierende Rolle konnten die Deutschen, die von Eric Baumann als Kapitän angeführt werden, noch nicht übernehmen. Ein Machtwort könnte die Crew auf den richtigen Weg zurückgebracht haben.
Von Ditmar Wohlgemuth

Eric Baumann (rechts) von Team Univega Ur-Krositzer kommt bei der dritten Etappe auf den dritten Platz.

Das Trikot des besten Sprinters erobert Stefan Gaebel zurück. Fotos: privat

Die zweite Etappe führte von Reghin über 140 Kilometer nach Miercurea Ciuc. Es war eine bergige Tour, die den Teilnehmern einiges abverlangt. Lange Zeit blieb das Feld auch geschlossen, bis sich kurz vorm Ziel dann doch noch eine Gruppe von etwa 30 Fahrern absetzte. Das Univega Ur-Krostitzer Team war darin natürlich vertreten, allerdings nur mit zwei Mann: Mathias Wiele und Tobias Barkschat. Mit dem Sprintausgang hatten beide aber nichts zu tun, sie wurden 24. beziehungsweise 15. "Trotzdem halten wir uns dadurch die Chancen für die Gesamtwertung offen", versuchte Team-Manager Renz Wernicke dem Tag doch noch etwas Gutes abzuringen. Hinzu kam, dass Henner Rödel auf dem 77. Platz landete und das Trikot des besten Sprinters nach dieser Etappe abgeben musste. George Bouglas vom Team SP Tableware gewann den Abschnitt übrigens in einer Zeit von 3:09:31 Stunden.
Mit dem Ergebnis seiner Männer war Kapitän Eric Baumann unzufrieden und setzte am Abend eine Teamaussprache an. "Es gab eine klare Ansage für die dritte Etappe", weiß Wernicke. Die Zielstellung für den dritten Abschnitt war eindeutig: Angriff auf das Sprinttrikot und ein Top-3-Platz am Ende. Die dritte Etappe ist mit 198 Kilometern die längste, die die Rumänienrundfahrt zu bieten hat. "Vom Profil her durchweg wellig", hieß es. Stefan Gaebel fuhr 155 Kilometer in einer Vier-Mann-Spitzengruppe mit und holte am Ende das rote Sprinttrikot zurück. "Das war eine Glanzleistung", lobt der Team-Manager. Über die Podiumsplätze entschied wieder das Sprinterfinale. Für den ersten Platz fehlten Eric Baumann letztlich 20 Zentimeter. Er fuhr ganz knapp am Sieg vorbei. Die hervorragende Vorarbeit für seinen Kapitän leistete Tobias Barkschat, der 21. wurde. Im roten Trikot geht Stefan Gaebel die nächste Etappe an. Zu 100 Prozent wurden damit die Vorgaben vom Vorabend von Eric Baumann umgesetzt.