Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.07.2013 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Delikatessen aus der Schulküche

Team Ur-Krostitzer Univega kehrt mit Sprintertrikot und zwei Podestplätzen von Rumänienrundfahrt zurück

Delitzsch. Zwei Etappen-Podestplätze für Eric Baumann, das rote des Trikot des besten Sprinters für Stefan Gaebel und Gesamtrang 16 für Tobias Barkschat: Die Bilanz des Teams Ur-Krostitzer Univega Delitzsch bei der Rumänien-Rundfahrt liest sich recht freundlich. Große Feierfässer machen die Radsportler aber nicht auf, denn mit zwei Deutschen Meisterschaften warten schon die nächsten Abenteuer in der Heimat.
Von Johannes David

In Rumänien einmal Zweiter, einmal Dritter und einmal Vierter: Eric Baumann (rechts).

Foto: privat

Komm Welt, lass dich umarmen: Stefan Gaebel feiert den Gewinn des Sprinter- trikots.

Foto: privat

Irgendwie zwiegespalten - so beschreibt sich der UKU-Gemütszustand nach der Rückkehr aus den östlichen Tiefen Europas wohl am besten. Klar, die Plätze zwei und drei von Eric Baumann und das rote Trikot gehören in die Hut-ab-Kategorie. Schließlich bestanden die Nordsachsen als einziges Amateurteam neben Profis und Nationalfahrern. Doch andererseits hatten sie sich eben noch mehr vorgenommen. "Wir wollten einen Etappensieg", sagt Baumann. Und Teamchef Renzo Wernicke ergänzt: "In der Gesamtwertung haben wir unser Ziel verfehlt." Dort sollte nach Rang drei von Johannes Heider im vergangenen Jahr wieder ein Podestplatz her.
Vielleicht lag es ja daran, dass die Organisatoren den Teilnehmern eine unruhige Übernachtung in einer örtlichen Schule bescherten. Die italienischen Fahrer waren auf eine derartige Bildungsreise offenbar nicht eingestellt und suchten sich lieber ein Hotel. "Da hat der Veranstalter ein schönes Leckerli eingebaut", meinte Ironiker Baumann. Gemeinschaftsduschen auf dem Gang und der Komfort von Feldbetten. Immerhin: "Dafür gab es dort das beste Essen der gesamten Rundfahrt." Überhaupt sei der Trip insgesamt absolut in Ordnung gewesen.
Nicht nur in Sachen Schlafmöglichkeiten, sondern auch aus sportlicher Sicht schlugen die Jungs dann durchaus versöhnliche Töne an. Baumann lobte die starke Sprintvorbereitung seiner Kollegen, schrammte mehrfach hauchdünn an einem Etappenerfolg vorbei. Auf dem vorletzten Teilstück etwa stürzte er 200 Meter vor dem Ziel in aussichtsreicher Position. Statt zu barmen folgte eine Kampfansage für die letzte Etappe, die fiel dann allerdings einem Unwetter zum Opfer. "Die Mannschaft war von Anfang an präsent. Wir können es verschmerzen, in der Gesamtwertung nicht auf dem Podest gelandet zu sein", erklärte Wernicke.
Das soll am bevorstehenden Wochenende nachgeholt werden, wenn Sascha Damrow und Erik Mohs bei den Deutschen Meisterschaften auf der Bahn im Punktefahren und der Zweier-Mannschaft antreten. Mohs hat schon mehrere DM-Medaillen und will seiner Sammlung noch ein wenig Edelmetall hinzufügen. Gleiches gilt für Mathias Wiele. Er steigt am 20. Juli bei der Deutschen Bergmeisterschaft in den Sattel. Dort holte er im Vorjahr den Vizetitel. Anno 2013 darf es gern mehr sein.

Renzo Wernicke: Die Mannschaft war von Anfang an präsent.
Wir können es verschmerzen, in der Gesamtwertung
nicht auf dem Podest gelandet zu sein.