Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2013 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Mohs macht's möglich

Bronze bei der Deutschen Meisterschaft für Team Ur-Krostitzer Univega

Delitzsch. Erik Mohs hat dem Team Ur-Krostitzer Univega die erste Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft beschert. Er gewann Bronze auf der Bahn im so genannten Madison (eine Variante der Zweier-Mannschaftsverfolgung) . An diesem Wochenende soll bei den nationalen Titelkämpfen am Berg der zweite Streich folgen.
Von Johannes David

Totale Dominanz in Altenburg: Der Ur-Krostitzer-Univega-Zug wird von Johannes Heider angeführt, dahinter folgen gleich vier Teamkollegen. Der spätere Sieger Stefan Gaebel hält sich derweil noch dezent im Hintergrund.Foto: Mario Jahn

Ex-Nationalfahrer Mohs bewies auf der Bahn einmal mehr seine Extraklasse, gemeinsam mit Marcel Barth führte er das Klassement sogar lange an, doch dann drehte die Konkurrenz auf, nutzte ihre überlegene Manpower. Denn während Mohs und Barth auf sich gestellt waren, traten die anderen Teams meist zu viert an und konnten so das Duo an der Spitze am Ende noch abfangen. Deswegen soll im nächsten Jahr Sascha Damrow die Kombination Mohs/Barth unterstützen. "Natürlich ist es schade, dass Erik die richtige Gruppe verpasst hat. Andererseits hat er unserer Mannschaft den größten Sieg unserer Geschichte beschert", sagte Teammanager Renzo Wernicke.
Und dieser kann morgen schon wieder getoppt werden. Bei den Deutschen Meisterschaften im Bergfahren schickt die Delitzscher Equipe mit Vorjahres-Vize Mathias Wiele und Johannes Heider zwei potenzielle Titelanwärter nach Engen (Baden-Württemberg). Ihnen stehen Alexander Tiedke und Stefan Gaebel zur Seite. Allerdings führt der Weg zum Gipfel zunächst über ein Einzelzeitfahren. Die besten 20 dieser Ausscheidung machen anschließend in einem Massenstart-Rennen den Meister unter sich aus.
"Die zweite DM-Medaille innerhalb einer Woche wäre eine super Sache", sagt Wernicke. "Aber das wird wahnsinnig schwer." Viele junge Talente wollen am Berg auf sich aufmerksam machen, so dass es schier unmöglich scheint, den Favoritenkreis einzugrenzen. Eins steht jedenfalls fest: Derart dominant wie bei den heimischen Rennen der vergangenen Tage wird das Team Ur-Krostitzer Univega sicher nicht auftreten.
Zuletzt rieselte es wieder massenhaft Siege und Podiumsplätze. Beim Altenburger Wenzelkriterium spielte die Mannschaft knallhart ihren Vorteil aus mit acht Mann am Start zu sein. Von der ersten Sekunde an drückten die Delitzscher aufs Tempo und hatten mit der Zermürbungstaktik Erfolg. Stefan Gaebel entwischte dem Feld mit zwei weiteren Fahrern und sprintete zu Gold. Auch beim Radsporttag des RSV Chemnitz 24 Stunden später nutzte Team UKU seine zahlenmäßige Überlegenheit. Gaebel musste sich diesmal mit Rang zwei hinter Mannschaftskollege Henner Rödel begnügen. Lohn der Mühen war eine E-Mail vom Chef mit schmeichelnden Worten: "Spitze, was ihr zur Zeit leistet, Jungs!" Am Wochenende steht für die nicht DM-Fahrer das Wolfram-Lindner-Gedächtnisrennen an.

Eric Mohs' DM-Bronze-Medaille drapiert auf dem Erfolgstrikot.

Foto: privat