Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.09.2013 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Luxusproblem und Wutprobe

Team Ur-Krostitzer Univega weiter mit neuen
potenziellen Hauptsponsoren im Gespräch

Delitzsch. Die Entscheidung für einen neuen Hauptsponsor beim Team Ur-Krostitzer Univega ist noch immer nicht gefallen. Unterdessen schnappten sich die Radgranaten vom Lober zwar die nächsten Podestplätze, fühlten sich aber am Sachsenring um den Sieg betrogen. Am kommenden Wochenende sind die Jungs von Freitag bis Sonntag im Einsatz und wollen die Verhältnisse wieder gerade rücken.
Von Johannes David

Stocksauer: Stefan Gaebel steht bei der Siegerehrung
vor dem Podest.Foto: privat

Zufrieden: Der bärtige Erik Mohs wird Dritter
in Niederfrohna. Foto: privat

Ursprünglich wollte Teamchef Renzo Wernicke auf der Fahrrad-Messe Eurobike in Friedrichshafen den Deal mit dem neuen Ausrüster eintüten, führte Gespräche mit mehreren Bewerbern, die den Delitzschern künftig ihre Arbeitsgeräte liefern sollen. "Wir müssen noch Kleinigkeiten klären. Eigentlich ist das ja ein Luxusproblem, wenn man sich den Hersteller aussuchen kann", sagt Wernicke. Der Perfektionist sucht nach dem besten Gesamtpaket. Während die einen in Sachen Rahmen unschlagbar sind, gibt es bei den anderen fantastische Zusatzleistungen. "Eine schwere Entscheidung. Mal sehen, wer noch mal eine Schippe drauflegt", erklärt Wernicke. In zwei Wochen soll der Hammer fallen.
Einen echten Hammerschlag musste die Mannschaft beim Westsachsenklassiker Rund um Sachsenring hinnehmen. Vier Runden vor Schluss setzte Stefan Gaebel zu einem unwiderstehlichen Solo an, der Sieg schien sicher. Doch dann sorgte ein überrundeter Fahrer für den Eklat. Der wurde nicht, wie normalerweise üblich, von der Rennleitung aus dem Geschehen genommen, sondern durfte weiter strampeln, wartete auf seinen zweitplatzierten Teamkollegen Matthias Plarre und führte ihn im Windschatten wieder an Gaebel heran. Auf den letzten Metern hatte Plarre logischerweise mehr im Köcher und fuhr zum Sieg. Gaebel war danach "pappesatt", wollte ursprünglich nicht zur Siegerehrung, ging dann aber doch, weil sonst eine Strafe des Veranstalters gedroht hätte. Auch ein Protest von Seiten des Teams Ur-Krostitzer Univega brachte nichts. "Stefan fährt ein Wahnsinnsrennen und dann das", wütete Wernicke. "Die knöpfen wir uns nochmal vor."
Fast ohne fragwürdige Vorfälle lief das Radkriterium Niederfrohna für die UKU-Jungs. Auf dem welligen Kurs kam Erik Mohs unerwartet auf Rang drei. Doch auch hier gab es einen bitteren Wermutstropfen. Berg-Spezi Mathias Wiele stürzte, zog sich einen Haarriss im Oberschenkel zu und fällt für den Rest der Saison aus.
Derweil treibt sich Henner Rödel noch bis heute auf der Karibikinsel Trinidad herum, absolviert dort auf eigene Faust eine Rundfahrt - und das ziemlich erfolgreich. Ein zweiter und zwei vierte Plätze sind für den Einzelkämpfer aller Ehren wert.