Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2013 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Zwei Sachsen-Titel und ein Überraschungs-Hit

Team Ur-Krostitzer Univega: Titelhatz geht weiter

Delitzsch. Die Konkurrenz dürfte langsam jeden Abend weinend in die Kissen sinken, so dominant tritt das Team Ur-Krostitzer Univega in dieser Saison auf. Erik Mohs (Kriterium) und Stefan Gaebel (Zeitfahren) sicherten der Delitzscher Rad-Equipe die nächsten Landesmeistertitel.
Von Johannes David
Einzelkämpfer Gaebel drehte im Zeitfahren wie schon im Vorjahr im Stile des rosaroten Panthers an der Uhr und gewann fast schon unverschämt souverän mit anderthalb Minuten Vorsprung vor Jens Oswald (RSV Speiche). Mindestens ebenso herzerwärmend wie der Titelgewinn kam der dritte Platz für Frank Podlesak vom RV Germania Delitzsch rüber. "Ein fabelhaftes Ergebnis aus Delitzscher Sicht", schwärmte UKU-Teamchef Renzo Wernicke.
24 Stunden später übernahm Bahnspezi Mohs den Taktstock, musste sich im Kriterium aber ganz schön strecken, rang aber letztlich gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Sandro Kühmel (Grimma) nieder. Am Ende hatte Mohs zwei Punkte mehr im Rucksack als sein ärgster Widersacher. "Erik hat nichts geschenkt gekriegt, ist am Ende aber für seine Aufholjagd belohnt worden", sagte Wernicke. Damit stehen zum zweiten Mal in Folge sämtliche Landesmeister-Trophäen in der prallen Ur-Krostitzer-Univega-Vitrine. Gut unterrichtete Quellen melden, dass eine gewisse Olsenbande dort in absehbarer Zeit Panzerglas installieren soll.

Bei den sächsischen Meisterschaften im Zeitfahren rund um Schladitzer und Werbe- liner See herrschten noch einmal beste Bedingungen.Foto: Alexander Bley

Genug gescherzt und noch einmal zurück zum vollen Ernst des Radfahrerlebens. Denn der brachte den Delitzschern auch ein wenig Undank. Eric Baumann verpasste in Boltenhagen als Vierter das Podest nur um Zentimeter, musste sich drei Profis beugen. Dafür gewann der 33-Jährige das so genannte Derny-Rennen, bei dem 13 Fahrer einem Moped hinterher peitschten. Für solch außergewöhnliche Aufgaben wächst der Gute-Laune-Garant noch immer gerne über sich hinaus
Im Schatten der beiden Sachsen-Titel meldete sich auch der Chef selbst zurück. Nach zwei sieglosen Jahren schlug Wernicke, mittlerweile im elitären Club 40, wieder zu. Kollege Baumann verpasste dem Überraschungs-Nummer-eins-Hit beim Kriterium in Oschersleben den passenden Titel: "The boss is back - Der Boss ist zurück".
Und wenn der Altmeister mal nicht im Sattel sitzt oder die eigene Versicherungsagentur managt, kümmert er sich im Hintergrund um die Zukunft des Teams. Bekanntlich steigt Radlieferant und Co-Namensgeber Univega zur kommenden Saison aus. Ein potenzieller Nachfolger steht laut Wernicke schon länger bereit, unterschrieben ist aber noch immer nichts. "Wir haben es in dem Fall nicht eilig", sagt Wernicke. Ungewöhnlich für einen, der sonst nur Vollgas kennt.