Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2014 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Wenn der Siegknoten platzt

Michael Weicht lässt Team Ur-Krostitzer Giant in Berlin jubeln

Delitzsch. Langsam kommen die Radfahrer des Teams Ur-Krostitzer Giant Delitzsch in Tritt: Michael Weicht fuhr beim Kleinen Zitadellen-Preis von Berlin den Sieg in der Kategorie B/C ein. Im A-Rennen verpasste Matthias Friedemann als Zweiter hinter Profi Hans Pirius knapp den Erfolg. Mit dem Rückenwind dieser Ergebnisse geht es von morgen bis Sonntag für drei Auftritte nach Polen. Allerdings kann Friedemann dort seine Topform nicht bestätigen, er fällt krankheitsbedingt aus.
In Berlin war der 29-Jährige noch bei bester Gesundheit, so dass die Mannschaft ihre Taktik ganz auf den Neuzugang ausrichtete. Nach fast vier Stunden und mehr als 150 Kilometern in den Beinen hatte Pirius jedoch den etwas längeren Atem. Teamchef Renzo Wernicke haderte trotzdem nicht lange mit dem verpassten Sieg: "Das war absolut in Ordnung, eine super Mannschaftsleistung." Wernicke selbst hatte sechs Runden vor Schluss einen Fluchtversuch unternommen, ehe das Verfolgerfeld ihn zwei Runden vor Ultimo stellte und der inzwischen 41-Jährige völlig entkräftet vom Rad stieg. Zum Glück gab es da ja noch den starken Auftritt von Michael Weicht, der für so manches entschädigte.
Zur gleichen Zeit versuchte sich der zweite Teil des Teams in Aichach - und schlug sich bei der Massenankunft ohne etatmäßigen Sprinter überraschend gut. Allen voran Holger Burkhardt, der im Finale mit ungeahnten Qualitäten glänzte und Fünfter wurde. "Das hätte ich nicht gedacht, da hat Holger eine ganz neue Facette von sich gezeigt." Mal sehen, ob der Neuzugang diese Leistung bestätigen kann, startet er doch zusammen mit Kapitän Eric Baumann, Johannes Heider, Henner Rödel, Michael Weicht und Jacob Fiedler nach Polen durch. Dort dürfte es allerdings für die Ur-Krostitzer-Giant-Equipe verdammt schwer werden, eine reiche Ernte einzufahren. Die Konkurrenz ist den Nordsachsen schließlich um diverse Rennen voraus. "Außerdem", sagt Wernicke, "fahren die Polen immer mit dem Messer zwischen den Zähnen". Sprichwörtlich, versteht sich. Geschlitzt werden weder Reifen noch Menschenfleisch, dafür gehen die Einheimischen extra motiviert an die Sache. Die Delitzscher sind eher darauf erpicht, sich weitere Rennhärte zu holen, um für die kommenden Aufgaben in der Heimat gerüstet zu sein.
Auf den Rest vom Schützenfest wartet unterdessen am Sonnabend mit dem Kriterium An der Red Bull Arena ein Heimrennen. Hier machen sich Tobias Barkschat und Lokalmatador Stefan Gaebel Hoffnungen auf eine Top-Platzierung. Und Teamchef Wernicke ebenso: "Auftritte vor der Haustür sind für uns immer wichtig." Könnte schließlich sein, dass der ein oder andere Sponsor seiner Investition auf die Pedale schaut.
Johannes David

Michael Weicht (Mitte) jubelt über den ersten Delitzscher Sieg in der neuen Saison mit der geschlagenen Konkurrenz.Foto: privat