Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2014 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

Am Sonntag rollt Pedalkarawane durchs Delitzscher Land

LVZ-Fahrradfest: Zahlreiche Helfer aus örtlichen Vereinen sichern die Routen ab

Delitzsch. Durchs Delitzscher Land rollt an diesem Sonntag eine Pedalkarawane. Das Fahrradfest der Leipziger Volkszeitung, eine der größten Veranstaltungen ihrer Art in Ostdeutschland, führt vom Leipziger Süden über Rackwitz und Delitzsch bis nach Löbnitz. Am Straßenrand werden etliche Schaulustige erwartet. Und Helfer aus örtlichen Vereinen, ohne die das Mammut-Ereignis gar nicht möglich wäre.
Von Kay Würker

Günter Bonet von Germania Delitzsch (links) und Streckenorganisator Carsten Krause präsentieren Streckenschilder auf dem Delitzscher Roßplatz.
Foto: Frank Pfütze

Am Donnerstag trafen sich einige der Mitstreiter noch mal in Delitzsch zu finalen Absprachen, am Sonntag müssen sattelfest sein. Um 8.30 Uhr beginnt am Leipziger Völkerschlachtdenkmal das aktionsreiche Programm, wenig später starten die Touren - Auftakt für das inzwischen zehnte LVZ-Fahrradfest. Drei der fünf Routen führen Richtung Norden - voraussichtlich mit rund 2500 Teilnehmern. Wobei die längste mit 110 Kilometern bis an den Seelhausener See heranreicht. Aber auch die beiden anderen Strecken lotsen die Pedalritter weit hinein in den Altkreis Delitzsch: Auf 78 Kilometern führt eine Schleife über Krostitz in die Loberstadt und von dort entlang des Werbeliner und Schladitzer Sees vorbei an Vogelschutzgebieten und Freizeit-Arealen. Wer sich "nur" 50 Kilometer zutraut, kann eine Abkürzung durch Rackwitz nehmen, Delitzsch auslassen und direkt die Schladitzer Bucht ansteuern. Noch bis zum Start können sich Kurzentschlossene direkt auf dem Festgelände am Völkerschlachtdenkmal anmelden.
Einer, der die Routen ganz genau kennt, ist Carsten Krause aus dem Delitzscher Ortsteil Brodau. Der 46-Jährige ist bei den LVZ-Fahrradfesten von Anfang an dabei, kümmert sich um Streckenführungen und Teilnehmerversorgung. Für den Vize-Präsidenten des Deutschen Radsportbundes eine Herzenssache. "Doch es würde nicht funktionieren ohne all die Helfer vor Ort", betont Carsten Krause. Deren Zahl sei seit der ersten Festauflage enorm gewachsen. "Am Anfang waren es 12, diesmal sind es 174, die an den Strecken zur Seite stehen."
Lothar Beckmeier zum Beispiel. Der Rotkreuzbeauftragte für den Katastrophenschutz beim Deutschen Roten Kreuz in Delitzsch ist zusammen mit weiteren ehrenamtlichen DRK-Mitstreitern seit Jahren mit von der Partie. An der Schladitzer Bucht sind sie diesmal eingesetzt. Am neugestalteten Sportstrand befindet sich ein Pausenpunkt für die Radler - rund 20 Frauen und Männer des DRK-Einsatzzuges Bevölkerungsschutz kümmern sich um die Ausgabe der Verpflegung, stehen bei Bedarf auch mit medizinischer Hilfe zur Seite. Außerdem gilt es bereits am Sonntagmorgen, den Pausenpunkt aufzubauen. "Einen Lkw voller Nahrungsmittel, Getränke und Mobiliar hole ich früh bei der LVZ in Stahmeln ab", erzählt Beckmeier.
Dort wird er voraussichtlich auch Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Badrina treffen, die sich um einen Pausenpunkt für die 110-Kilometer-Tour vor ihrer Haustür kümmern. Und auch Mitglieder des Radfahrervereins Germania Delitzsch, zuständig für die Verpflegungsstelle auf dem Roßplatz der Loberstadt. "Wir beteiligen uns mit rund einem Dutzend Leuten", kündigt Vize-Vorsitzender Günter Bonet an. "Unter Radsportlern hilft man sich gern, das ist doch klar. Schließlich fahren wir auch bei anderen Veranstaltungen mit und freuen uns, wenn dort alles gut organisiert ist." Neben Germania Delitzsch bezieht Nadine Schelinski von der Delitzscher Tourist-Information auf dem Roßplatz Position, gibt Faltblätter aus zu Schloss, Tiergarten & Co.
Und wenn alles vorbei ist, tritt Rainer Arnold noch mal in Aktion. Der Abteilungsleiter Radsport beim FSV Eilenburg baut am Montag auf der 78er- und 110er-Tour die Ausschilderung wieder ab, die zwei Vereinskollegen im Vorfeld des Festes aufstellen. Rainer Arnold begleitet das Fahrrad-Großereignis ebenfalls nicht zum ersten Mal, zählt zu Carsten Krauses großem Helfer-Netzwerk. Am Sonntag allerdings tritt er als Festteilnehmer mit in die Pedale. "Das lasse ich mir nicht nehmen. © Seite 30