Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

zurück

 

 

 

 

 

 

 Bericht aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.06.2014 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger

„Richtig einen drüber gekriegt“

Team Ur-Krostitzer Giant erlebt Debakel

VON JOHANNES DAVID

Delitzsch.Kein Sturz, keine Materialschäden, keine durchzechten Nächte- die Ursachenforschung für die faden Auftritte der Jungs des Teams Ur-KrostitzerGiant führt ins Leere. Bei den Radrennen in Oberhausen und Köln wollte einfach nichts funktionieren. Eric Baumann sammelte die Plätze 13 beziehungsweise 17 ein und war damit Bester der Delitzscher Equipe. Das sagt eigentlich alles. Selbst der sonst so beredte Teamchef Renzo Wernicke fahndete verzweifelt nach den passenden Worten und kam zu einer ehrlichen Erkenntnis:“Wir haben richtig einen drüber gekriegt. Dabei hatte ich mit erhofft, dass wir in dieser Saison ein größeres Ding abschießen.“Daraus wurde zumindest im Ruhrpott nichts. Die Mannschaft fand an beiden Tagen nie richtig ins Rennen. Natürlich saß durchaus populäre Konkurrenz im Sattel, unter anderem Gerald Ciolek.Doch daran lag es nicht allein. In Köln gelang etwa die Abstimmung im Finale überhaupt nicht.So gewinnt man keine Blumentöpfe. Das es auch anders geht, bewies Holger Burkhardt kurz zuvor in Steinhagen. Trotz eines brutalen Durchschnittstempo von 47 km/h schaffte der 27-Jährige es mit Hilfe seines Kollegen auf Rang zwei. Dieser Erfolg verursachte offenbar Übermut – prompt gingen danach die Lichter aus.Unterdessen zeigte sich wenigstens der Rest der Truppe in feiner Verfassung. Stefan Gaebel wurde beim Lichtensteiner Kriterium ebenfalls Zweiter, musste nur Patrick Nagler (Berlin) den Vortritt lassen. „Dort haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, lobte Wernicke seine drei Streber. Neben Gaebel vertraten in Lichtenstein nur Alexander Tiedke (8.) und Erik Mohs (11.) die Ur-Krostitzer Giant Farben.Am kommenden Wochenende können sich auch die übrigen Mannschaftsteile rehabilitieren. Beim Großen Diamant Preis in Hartmannsdorf darf man mit einer wütenden Antwort der nordsächsischen Formation rechnen. Der Boss ist sich jedenfalls sicher:“Da wird alles ganz anders, das weiß ich einfach.“ Um den jungen Herren wieder das Siegergen zu verabreichen, ist eine verbale Injektion geplant. „Eine Ansprache zwischen Kritik und Motivation“, wie Wernicke das nennt. Es dauert schließlich nie lange, bis er wieder die richtigen Worte findet.